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Stadtgeschichte

Als ehemalige Herzogstadt und Landeshauptstadt mit einer florierenden Wirtschaft und einem selbstbewussten Bürgertum weist St. Veit eine facettenreiche über 900jährige Stadtgeschichte auf. Diese Geschichte wird durch zahlreiche kulturhistorisch wertvolle Exponate dokumentiert.

Gemälde, Schriften, Münzen, Schützenscheiben und Urkunden sind stumme Zeugen einer gleichsam bewegten wie bedeutenden Vergangenheit dieser Stadt und seiner Bewohner.
 

St. Veit war einst nicht nur als Bergbau- und Münzstätte mit einem hektischen Wirtschaftsleben bekannt, sondern auch als feinsinnige Kunst- und Kulturstadt.
Der „St. Veiter Kreis“ (Justinus Mulle, Gerhard Glawischnig u. Günther Mittergradnegger) – Schöpfer des neuen Kärntner Liedes – und Prof. Anton Schmid werden hier gewürdigt.

In unserer Topothek  können Sie Einblick in Teile unseres Stadtarchives nehmen und sich durch die reiche Vergangenheit unserer Stadt klicken. In unserem Sonderausstellungsraum im Erdgeschoss gibt es außerdem einen Touchscreen als zentralen Zugangspunkt zu diesem Online-Angebot.


Bürgerliche Trabantengarde

Unter Trabanten versteht man zu Fuß dienende Begleiter eines hohen Herrn. Die Garde wurde von Herzog Meinhard II zu seinem persönlichen Schutz nach den Ereignissen 1292 gegründet. Die Uniformen wurden in schwarz gehalten, lediglich eine rote Weste wurde dazu getragen. als Bewaffnung dienen heute noch ein Degen und eine Hellebarde.

Um 1880 kam es zu einer Neuuniformierung, wobei durch ein kaiserliches Dekret der Garde die Erlaubnis erteilt wurde, die Uniform der kaiserlichen Leibgarde zu tragen. Diese Ehre wurde keiner anderen militärischen Gemeinschaft im ganzen Kaiserreich zuteil. Die Garde hat im Laufe der Jahrhunderte nicht nur an patriotischen Festen teilgenommen, sondern versah auch bei feierlichen kirchlichen Anlässen ihren Dienst.
Kaiser Karl VI hat 1715 anlässlich seine Besuches in St. Veit der Trabantengarde - ob ihrer 350jährigen treuen Dienste dem Hause Habsburg gegenüber - die 6, 25 m² große Seidenfahne mit dem österreichischen Doppeladler, bekrönt mit dem Kärntner Herzogshut, verliehen. Sie ist die größte Schwingfahne Europas.

Die Garde tritt auch heute noch immer bei festlichen Anlässen in der Stadt, bei kirchlichen und traditionellen, in Erscheinung. Die Garde wird auch immer wieder von der Familie Habsburg ersucht, an besonderen privaten Anlässen teilzunehmen, da sie die einzige Institution ist, die heute noch die Uniform des Kaiserhauses trägt.


Goldhauben

St. Veiter Bürger-Goldhauben-Frauen

1885 erfolgte die offizielle Gründung des St. Veiter Bürger-Frauen-Vereines. Nach mündlicher Überlieferung entwickelte sich dieser aus einer bestehenden Vereinigung von Frauen, die sich dem Wohle ihrer Stadt besonders in schweren Zeiten angenommen haben. Bereits im 17. Jahrhundert sollen die St. Veiter Bürger-Frauen beachtenswerte karitative Leistungen vollbracht haben. Besonders zur Zeit der Pest nahm man sich der kranken und Not leidenden Stadtbewohner an.

Kaiserin Maria Theresia hat laut mündlicher Überlieferung den St. Veiterinnen Dank und Anerkennung gezollt, indem sie ihnen das Recht zum Tragen einer Festtagskleidung, geschmückt mit einer Goldhaube, verliehen hat.
Ein bemerkenswerter Hinweis ist die aus dem Jahre 1849 stammende Fahnenspitze, die mit der Fahne heute noch zu festlichen Anlässen mitgetragen wird. Bis heute ist man den hoch stehenden Prinzipien des Vereines treu geblieben.
Der St. Veiter Bürger-Goldhauben-Frauen-Verein will immer noch der geregelten Weiterpflege der ererbten Traditionen dienen.
Neben der Verschönerung von kirchlichen und weltlichen Festen nimmt man karitative Aufgaben wahr und pflegt eine intensive Gemeinschaft. Traditionsbewusstsein und modernes Zeitverständnis bestimmen die Zusammengehörigkeit der Frauen und deren Aktivitäten.



Gendarmerie